Mandantenvertraulichkeit · strukturierte Dokumentation · deutschlandweite Mandate 040 46898063 | info@markusbertan.de

Markus Bertan

Zahlungsunfähigkeit Praxisfall Lebensmittel | Markus Bertan

Wirtschaftlich strukturiert – Praxisfall Lebensmittel: 1.180.000 € Verbindlichkeiten, 21 Wochen, Thema Zahlungsunfähigkeit. Keine Rechtsberatung.

Branche: Lebensmittel (anonymisiert) · Rechtsform: GmbH · Mitarbeiter: 63 · Umsatz: ca. 3.422.000 € · Verbindlichkeiten: 1.180.000 €

Der Auslöser

Erst schrieb er per E-Mail, zwei Tage später saßen wir mit der BWA und einer handgeschriebenen Gläubigerliste am Tisch. Der eine Gesellschafter wollte sofort raus, der andere erst nach Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens.

Die Lebensmittel-GmbH hatte 63 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von rund 3.422.000 € – auf dem Papier noch präsentabel. Unter der Oberfläche: negative Wochenliquidität ab Woche drei, 207.000 € Debitoren älter als 90 Tage und kein Beschluss zu der Pfad.

Der Ablauf – 21 Wochen

Mitte des Monats standen wir vor der Frage: weiterkämpfen, verkaufen oder Antrag – alles drei war nicht drin. Stundungen sind kein Gegenbeweis – sie können sogar ein Indiz sein.

Woche eins: SuSa, Bank, Gläubigerliste. Woche zwei: Wochenplan und Matrix – 77 % der Schulden bei sechs Namen. Woche drei: Stundungsgespräche, Raten über 389.400 €.

Ab Woche 5 lag der Fokus auf Erwerberliste und Notarvorbereitung. Der GF führte das Protokoll selbst – das war sein Wunsch.

Zahlungsunfähigkeit beginnt nicht beim Kontostand null, sondern bei dauerhaft fehlender Zahlungsfähigkeit.

Was am Ende stand

Nach 21 Wochen lag ein handfester Pfad zu Zahlungsunfähigkeit vor – ohne Aktionismus. Insolvenzantrag war nicht nötig; die Pflicht zur erneuten Prüfung stand im Kalender. Beschlüsse und Zahlungsprotokolle waren vollständig.

Was andere in ähnlichen Fällen falsch machen

Typische Umwege: Gesellschafterbeschlüsse nur mündlich, nie im Protokoll. Rücktritt des GF ohne Übergabe an einen handlungsfähigen Nachfolger. Ein Erwerber ohne NDA und ohne Referenzprüfung.

Haftung – kurz eingeordnet

§ 15a und § 15b InsO, § 43 GmbHG, offene Sozialabgaben – konkrete Prüfpunkte, keine Schlagworte. Wer unsicher ist: Insolvenzantragspflicht prüfen.

Fall fiktiv und anonymisiert – keine Rückschlüsse auf reale Mandanten. Keine Rechtsberatung.

Passende Inhalte zum Thema

FAQ: Zahlungsunfähigkeit – Kosten und Honorar · Zahlungsunfähigkeit in Bremen: Sozialabgaben offen · Praxisfall: Zahlungsunfähigkeit – Logistik, 755.000…

Schicken Sie mir die Eckdaten oder buchen Sie einen Termin. Ich melde mich innerhalb eines Werktags.

Erstgespräch buchen Kontaktformular 040 468 980 63

Keine Rechtsberatung in diesem Sinne – Struktur, Zahlen, Reihenfolge. Juristisch begleiten Partnerkanzleien.