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Markus Bertan

Insolvenz vermeiden Praxisfall Beratung | Markus Bertan

Ohne Rechtsberatung – mit Klarheit – Praxisfall Beratung: 280.000 € Verbindlichkeiten, 21 Wochen, Thema Insolvenz vermeiden. Wirtschaftliche Beratung, Recht…

Branche: Beratung (anonymisiert) · Rechtsform: GmbH · Mitarbeiter: 25 · Umsatz: ca. 868.000 € · Verbindlichkeiten: 280.000 €

Einstieg in den Fall

Ein Lieferant aus dem Umland hatte auf Vorkasse bestanden – das war das Signal, dass es ernst wird. Die Mutter hielt 30 %, der Sohn operativ – und beide hatten unterschiedliche Vorstellungen von „Exit“.

Die Beratung-GmbH hatte 25 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von rund 868.000 € – auf dem Papier noch präsentabel. Unter der Oberfläche: negative Wochenliquidität ab Woche drei, 189.000 € Debitoren älter als 90 Tage und kein Beschluss zu die Entscheidung.

Verlauf über 21 Wochen

Die letzten Tage vor dem Notarvorbereitungsgespräch waren ruhig – weil die Zahlen endlich stimmten. Bei insolvenz vermeiden geht es in der Praxis selten um Theorie – sondern um Timing und Protokolle.

Woche eins: SuSa, Bank, Gläubigerliste. Woche zwei: kurzfristiger Zahlungsplan und Matrix – 71 % der Schulden bei sechs Namen. Woche drei: Stundungsgespräche, Raten über 98.000 €.

Ab Woche 5 lag der Fokus auf Erwerberliste und Notarvorbereitung. Der GF führte das Protokoll selbst – das war sein Wunsch.

Ich dokumentiere jeden Schritt so, dass ein späterer Gutachter die Logik nachvollziehen kann.

Wo wir landeten

Nach 21 Wochen lag ein handfester Pfad zu Insolvenz vermeiden vor – ohne Aktionismus. Insolvenzantrag war nicht nötig; die Pflicht zur erneuten Prüfung stand im Kalender. Beschlüsse und Zahlungsprotokolle waren vollständig.

Drei Umwege, die ich oft nachbearbeite

Typische Umwege: Privatentschuldungen mit Firmengeld vermischt. Steuerschulden verschwiegen, bis das Finanzamt von selbst anruft. Gesellschafterbeschlüsse nur mündlich, nie im Protokoll.

Rechtliche Eckpunkte

§ 15a und § 15b InsO, § 43 GmbHG, offene Sozialabgaben – konkrete Prüfpunkte, keine Schlagworte. Wer unsicher ist: Insolvenzantragspflicht prüfen.

Fall fiktiv und anonymisiert – keine Rückschlüsse auf reale Mandanten. Keine Rechtsberatung.

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