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Markus Bertan

Überschuldung Praxisfall Medizintechnik | Markus Bertan

Praxisfall Medizintechnik: 980.000 € Verbindlichkeiten, 10 Wochen | Überschuldung | Markus Bertan Betriebswirtschaftliche Struktur – keine Rechtsauskunft.

Branche: Medizintechnik (anonymisiert) · Rechtsform: GmbH · Mitarbeiter: 60 · Umsatz: ca. 2.548.000 € · Verbindlichkeiten: 980.000 €

Einstieg in den Fall

Der GF schilderte die Lage nüchtern – die Mutter hielt 30 %, der Sohn operativ – und beide hatten unterschiedliche Vorstellungen von „Exit“. Negative Wochenliquidität ab Monat 2 im kurzfristiger Zahlungsplan. 124.000 € Forderungen, die in 90 Tagen nicht reinkommen. Zahlungen nach Priorität „Bauchgefühl“ statt Protokoll. Kein dokumentierter Beschluss zum weiteren Vorgehen.

Verlauf über 10 Wochen

Die letzten Tage vor dem Notarvorbereitungsgespräch waren ruhig – weil die Zahlen endlich stimmten. Überschuldung ist kein Schlagwort, sondern eine Bilanzfrage mit Fortführungsprognose.

In Woche 1 bis 3 haben wir einen kurzfristiger Zahlungsplan in drei Szenarien gebaut und eine Gläubigermatrix erstellt – sechs Gläubiger machten 78 % der Verbindlichkeiten aus. Steuerberater und Insolvenzkanzlei ordneten die Insolvenzreife parallel ein.

Ab Woche 4: strukturierter Zahlungsstopp, zwei Stundungsgespräche, Ratenplan über 372.400 €. Wöchentlicher Abgleich – kurz, schriftlich, ohne Theater.

Viele GFs verwechseln „viel Schulden“ mit Überschuldung im Sinne des § 19 InsO.

Wo wir landeten

10 Wochen später hatte der GF eine Entscheidungsvorlage, die auch die Gesellschafter unterschreiben konnten. Überschuldung war realistisch – weil die Zahlen stimmten.

Drei Umwege, die ich oft nachbearbeite

Was ich anders machen würde: Weiterzahlungen an Lieferanten, die nicht existenzsichernd sind. Zahlungen an verbundene Personen ohne Beschluss. Verkaufsgespräche mit dem ersten Interessenten ohne Due Diligence.

Was GF und Gesellschafter riskieren

§ 15a und § 15b InsO, § 43 GmbHG, offene Sozialabgaben – konkrete Prüfpunkte, keine Schlagworte. Wer unsicher ist: Insolvenzantragspflicht prüfen.

Fall fiktiv und anonymisiert – keine Rückschlüsse auf reale Mandanten. Keine Rechtsberatung.

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Wer die Zahlen schickt, bekommt von mir eine erste Richtung – meist am nächsten Werktag.

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